Vom CEAV unter die Lupe genommen: Die Marmorbahn von Laas (Südtirol)

Auf Einladung des Geschwisterclubs der "Modellbahnfreunde Schlanders" reisten
einige Unentwegte in den benachbarten Vinschgau.

Die Marmorbahn stand ganz im Interesse der Engadiner Eisenbahnfreunde (CEAV).

Bereits seit 75 Jahren wird der weisse Marmor im Gemeindebann von Laas, an der
Ortlerflanke, im Untertagbau abgebaut. Die Marmorblöcke, - ein Gestein von höchster
Güte -, werden in Blöcken von 15 Tonnen Gewicht zu Tal gefördert. Ein Transport mit
Lastwagen im unwegsamen Gebiet von einer Höhe von l700 m. ü. M ins Tal ist ist nicht
möglich, weshalb die alte Transportkette immer noch gute Dienste leistet.
 

Die Spezialisten der "Marmo Lasa" beherrschen die Technik perfekt, sind sie doch in
der Lage, alle Transporte mit wenigen Mann durchzuführen. Mittels einer
Lastschwebebahn im Bereich des Abbaugebietes wird der Rohstoff direkt auf den
Güterwagen der anschliessenden zwei km langen Schmalspurbahn verladen.

   
Die Diesellok transportiert die kleinen Güterzug in langsamer Fahrt zur Standseilbahn,
die in der Lage ist, die Fracht  samt des Güterwagens zu Tale zu befördern.

Die Spurweite dieser Standseilbahn beträgt 2.5 Meter!

Die zweite Diesellok übernimmt den Transport von der imposanten Seilbahn und
benötigt nur noch wenige Minuten, um die Fracht zum Marmorwerk in Laas zu bringen.
Die Bahn durchquert hier die Apfelkulturen. Ein grosser Kran bewältigt die Transporte
im Marmorwerk, wo Spezialisten den Werkstoff erstmals bearbeiten.


Den Eisenbahnfreunden wurde schnell klar, dass alte Technik nicht gleich zu
setzen ist mit "unrationell"!

Den Freunden von Schlanders, wie auch
der "Marmo Lasa"gebühren unser uneingeschränkter Dank und die Sympathie.
Die Gastfreundschaft haben wir sehr geschätzt!

 
Marcus Buess, CEAV